Die ISO 9001:2015 wurde im September 2015 neu herausgegeben und ist bereits uneingeschränkt gültig. Parallel dazu gilt noch bis September 2018 die ISO 9001:2008.

Die wesentlichsten Anforderungen der ISO 9001:2015 können wie folgt zusammengefasst werden:

Kontextmanagement:


Aufbau und Ausrichtung des Managementsystems unter Berücksichtigung des Kontextes der Organisation. Durch Betrachtung aller interessierten Parteien und deren berechtigten Anforderungen an die Organisation sowie deren Produkte und Dienstleistungen lassen sich der Geltungsbereich und die Grenzen und Beschränkungen des Anwendungsbereiches festlege



Risikomanagement:


Berücksichtigung relevanter Risiken und Chancen innerhalb des Geltungs- und Wirkungsbereiches des Managementsystems, welche sich auf die Fähigkeiten der Organisation zur Erbringung der vereinbarten Produkte und Dienstleistungen auswirken.


Wissensmanagement:


systematische Herangehensweisen und strukturierte Festlegungen zur Ermittlung, Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des organisationalen Wissens.


Änderungsmanagement:


Ermittlung, Bewertung und systematische Abarbeitung von relevanten Änderungen innerhalb des Geltungsbereiches des Managementsystems.


PDCA-Zyklus im QM


PDCA Zyklus im QM


Anforderungen der einzelnen Normkapitel



Führung


Die Führung der Organisation muss umfangreiche Verantwortung und Verpflichtung im Zusammenhang mit der Erstellung, Aufrechterhaltung und Wirksamkeit des QM-Systems zeigen und die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Vorbildwirkung und Rechenschaftspflicht sind zentrale Forderungen.

Planung


Erweiterte Anforderungen an den Umgang mit Risiken und Chancen. Zielsetzungen werden verlangt, zusätzlich aber auch Programme zur Umsetzung dieser Ziele. Verstärkt werden messbare Kenngrößen zur Steuerung und Bewertung verlangt. Änderungen am QM-System sind geplant und systematisch durchzuführen.

Unterstützung


Dieser Abschnitt formuliert Forderungen an die Ressourcen, welche zur Produktion und Dienstleistungserbringung nötig sind. Darunter fallen Personen, Infrastruktur, Prozessumgebung aber auch Wissen der Organisation, Kompetenz und Bewusstsein. Unter dem Begriff dokumentierte Information sind Forderungen zur Lenkung von Dokumenten und Aufzeichnungen zusammengefasst.

Betrieb


Die noch stärkere Prozessorientierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist zentraler Aspekt dieses Kapitels. Konkrete Festlegungen zur Planung und Steuerung des produktiven, operationalen Bereiches der Organisation sind gefragt. Von der Festlegung der Produkt- und Dienstleistungsanforderungen über die Entwicklung, die Beschaffung (extern bereitgestellte Prozesse, Produkte und Dienstleistungen), bis zu Regelungen von Tätigkeiten nach der Lieferung werden hier Anforderungen an die wesentlichen Prozessabläufe gestellt.


Bewertung der Leistung


Die Organisation ist aufgefordert, durch Festlegung der durch sie zu messenden Daten und deren Analyse sowie Auswertung, ergebnisorientierte Vorgehensweisen festzulegen. Die dabei ermittelten Daten fließen z.B. in die Managementbewertung ein. Zentraler Aspekt ist die Ermittlung und Steigerung der KundInnenzufriedenheit sowie die internen Audits.

Verbesserung


Dieser Bereich zielt konkret auf die Fähigkeiten der Organisation, systematische Vorgehensweisen zur Verbesserung des QM-Systems und dessen Wirksamkeit zu entwickeln und zu betreiben. Hier finden sich die klassischen Korrekturmaßnahmen wieder.

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